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Antrag auf Absonderungsbescheinigung

Stadt stellt Absonderungsbescheinigung aus

Baden-Württemberg hat einen Strategiewechsel bei der Kontaktnachverfolgung beschlossen. Infizierte und ihre Kontaktpersonen bekommen jetzt nicht mehr routinemäßig einen Anruf vom Gesundheitsamt. Dafür stellen die Städte und Gemeinden eine entsprechende Bescheinigung über die Absonderung aus.

Wer positiv auf Corona / COVID-19 getestet wurde, hat jetzt selbst seine Kontakte über die Infektion zu informieren. Dies hat das Sozialministerium gemeinsam mit den Gesundheitsämtern beschlossen. Damit soll eine Überlastung der Gesundheitsämter vermieden werden. Bisher waren die Gesundheitsämter für die Benachrichtigung zuständig. Dieser grundsätzliche Strategiewechsel ist schon im August verabredet worden, aber werde jetzt konkret seit dem 6. November 2021 umgesetzt.

Angesichts steigender Infektionszahlen ist eine routinemäßige Kontaktnachverfolgung bei allen Infizierten durch die Gesundheitsämter nicht mehr zu leisten. Die Behörden müssten entlastet werden, so das Sozialministerium. Ihnen sei es nicht mehr möglich gewesen, zeitnah Kontakte von Betroffenen zu informieren.

Das Ziel des Strategiewechsels: Gesundheitsämter sollen sich stärker auf den Schutz von Risikogruppen zum Beispiel in Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern sowie Kitas und Schulen konzentrieren und auf das Management von größeren Ausbrüchen, teilte das Ministerium weiter mit. Das Land baut nun auf Verständnis und Eigenverantwortung auf Seiten der Bürgerinnen und Bürger. Denn in den meisten Fällen müssen Erkrankte das Informieren jetzt selbst und freiwillig übernehmen. Das Sozialministerium empfiehlt, bei Symptomen von deren Beginn an 48 Stunden zurückzurechnen und zu überlegen, wen man in dieser Zeit getroffen hat. Ohne Symptome könne man sich für diese Rechnung am Datum des Tests orientieren. Strafbar mache man sich jedoch nicht, wenn man seine Kontakte nicht informiere.

Wer Symptome verspürt wie stärkeren Husten, Fieber, ein Unwohlsein und Müdigkeit sollte sich auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen lassen, dies war bislang ja auch schon so. Für diese kostenlosen Tests gibt es besondere Praxen oder Stationen. Fällt der Antigen-Schnelltest oder PCR-Test positiv aus, ist die zweiwöchige Quarantäne verpflichtend - auch für Geimpfte und Genesene. Für Menschen mit engem Kontakt zu einem Erkrankten oder Haushaltsmitglieder dauert sie zehn Tage. Geimpfte oder Genesene ohne Symptome können sich aber nach fünf Tagen auf eigene Kosten per PCR-Test freitesten und bei einem negativen Ergebnis die Absonderung beenden. Wer einen vollständigen Impfschutz hat oder als genesen gilt, muss, wenn er oder sie nur Kontakt zu einer infizierten Person hatte, nicht in die sogenannte Absonderung.

Die Freitestung aus der Quarantäne ist kostenfrei möglich. Eine Kontaktperson muss nur auf Anordnung des Gesundheitsamtes in Quarantäne, da dies derzeit nicht mehr erfolgt, ist keine Quarantäne mehr notwendig, weshalb in diesen Fällen auch keine Absonderungsbescheinigung mehr ausgestellt werden kann.