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Was ist die Neustarthilfe 2022?

Mit dem Programm Neustarthilfe 2022 werden Soloselbständige, Kapitalgesellschaften, Genossenschaften, unständig Beschäftigte sowie kurz befristete Beschäftigte in den Darstellenden Künsten bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie im Förderzeitraum Januar bis März 2022 unterstützt. Der Vorschuss (Betriebskostenpauschale) beträgt wie bei der Neustarthilfe Plus maximal 4.500 Euro für Soloselbständige und Ein-Personen-Kapitalgesellschaften und bis zu 18.000 Euro für Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften und Genossenschaften im gesamten Bezugszeitraum. Den Antrag können Sie zunächst nur selbst stellen. In wenigen Wochen wird es auch die Möglichkeit der Antragstellung über prüfende Dritte geben.

Die Antragsfrist für Erstanträge endet am 30. April 2022.

 

Was ändert sich im Vergleich zur Neustarthilfe Plus? Änderungen auf einen Blick:

  • Förderzeitraum 1. Januar bis 31. März 2022
  • Antragsberechtigt sind Selbständige, die vor dem 1. Oktober 2021 (vorher: 1. November 2020) selbständig waren.

 

>>>Antragsportal
>>>FAQs

Wer kann die Förderung beantragen?

Folgende Gruppen können die Neustarthilfe 2022 beantragen:

  1. Soloselbständige mit oder ohne Personengesellschaften (eine Personengesellschaft besteht aus mindestens zwei Personen, die persönlich und unbeschränkt haften. Personengesellschaften können zum Beispiel eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), eine offene Handelsgesellschaft (OHG) oder eine Kommanditgesellschaft (KG) sein.),
  2. Kapitalgesellschaften mit einer Gesellschafterin oder einem Gesellschafter (Ein-Personen-Kapitalgesellschaften),
  3. Kapitalgesellschaften mit mehreren Gesellschafterinnen oder Gesellschaftern (Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften),
  4. Genossenschaften sowie
  5. Sonderfall: kurz befristete Beschäftigte in den Darstellenden Künsten und unständig Beschäftigte.

 

Damit Sie die Neustarthilfe 2022 beantragen können, müssen Sie, sofern Sie nicht zur Gruppe der kurz befristeten Beschäftigten in den Darstellenden Künsten gehören (siehe dazu unten):

  • selbständig tätig sein, also freiberuflich arbeiten oder ein Gewerbe betreiben (gegebenenfalls inklusive ihrer anteiligen selbständigen Einkünfte aus einer Personengesellschaft),
  • ihre Selbständigkeit im Haupterwerb ausüben, das heißt hieraus mindestens 51 Prozent ihrer Einkünfte beziehen,
  • höchstens eine Teilzeitkraft beschäftigen,
  • bei einem deutschen Finanzamt gemeldet sein,
  • die Überbrückungshilfe IV nicht in Anspruch genommen haben und
  • schon vor dem 1. Oktober 2021 selbständig tätig gewesen sein.

Beispiel 1 (Soloselbständiger im Haupterwerb mit Einkünften aus nicht-selbständiger Tätigkeit): Herr Müller ist Musiker. Er ist selbständig als Musiklehrer tätig und gleichzeitig Angestellter eines Gitarrengeschäfts. Herr Müller kann den Antrag auf Neustarthilfe 2022 in eigenem Namen als natürliche Person stellen, sofern mindestens 51 Prozent seiner Einkünfte aus seiner selbständigen Tätigkeit resultieren. Für die Berechnung der Neustarthilfe 2022 werden die Umsätze aus seiner freiberuflichen Musiklehrertätigkeit sowie die Einnahmen aus seinem Angestelltenverhältnis berücksichtigt.

 

Beispiel 1a (Soloselbständiger im Haupterwerb mit Einkünften aus nicht-selbständiger Tätigkeit und mit anteiligen Einkünften aus der Beteiligung an einer Personengesellschaft): Musiker Müller aus Beispiel 1 erzielt zusätzlich noch Einnahmen über eine Band, die als GbR organisiert ist. Ihm steht ein Viertel der Gewinne dieser Band zu. Bei seinem Antrag kann er seit Mitte März auch ein Viertel des GbR-Umsatzes angeben, der dann – neben den bereits genannten Einkünften – bei der Berechnung der Neustarthilfe 2022 berücksichtigt wird.

 

Für KAPITALGESELLSCHAFTEN und GENOSSENSCHAFTEN gibt es darüber hinaus weitere spezifische Bedingungen.

  • Spezifische Bedingungen für Kapitalgesellschaften mit einer Gesellschafterin oder einem Gesellschafter (Ein-Personen-Kapitalgesellschaften (eine Kapitalgesellschaft kann aus einer (Ein-Personen-Kapitalgesellschaft) oder aus mehreren Personen (Mehr-Personen-Kapitalgesellschaft) bestehen, die im Schadensfall nur mit ihrem eingebrachten Kapital haften. Kapitalgesellschaften können zum Beispiel eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) oder eine Aktiengesellschaft (AG) sein. Eine „Ein-Personen-Kapitalgesellschaft“ ist beispielsweise die Ein-Personen-GmbH oder die haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft (UG)):

    Für die Ein-Personen-Kapitalgesellschaft gilt, dass die Kapitalgesellschaft zusätzlich zu den oben beschriebenen Bedingungen für eine Antragsberechtigung

    • den überwiegenden Teil ihrer Umsätze (mindestens 51 Prozent) aus Tätigkeiten erzielt, die bei einer natürlichen Person als freiberufliche oder gewerbliche Tätigkeit gelten würde,
    • zu 100 Prozent von ihrer Gesellschafterin oder ihrem Gesellschafter gehalten wird und
    • die Gesellschafterin oder der Gesellschafter mindestens 20 Stunden pro Woche für die Gesellschaft arbeitet.
  • Spezifische Bedingungen für Kapitalgesellschaften mit mehreren Gesellschaftern (Mehr-Personen-Kapitalgesellschaft) (eine Kapitalgesellschaft kann aus einer (Ein-Personen-Kapitalgesellschaft) oder aus mehreren Personen (Mehr-Personen-Kapitalgesellschaft) bestehen, die im Schadensfall nur mit ihrem eingebrachten Kapital haften. Kapitalgesellschaften können zum Beispiel eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) oder eine Aktiengesellschaft (AG) sein. Eine „Ein-Personen-Kapitalgesellschaft“ ist beispielsweise die Ein-Personen-GmbH oder die haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft (UG)):

    Eine Mehr-Personen-Kapitalgesellschaft ist antragsberechtigt, wenn sie (zusätzlich zu den oben beschriebenen Bedingungen)

    • den überwiegenden Teil ihrer Umsätze (mindestens 51 Prozent) aus Tätigkeiten erzielt, die bei einer natürlichen Person als freiberufliche oder gewerbliche Tätigkeit gelten würde und
    • von einer ihrer Gesellschafterinnen/einem ihrer Gesellschafter zu mindestens 25 Prozent gehalten wird und diese Gesellschafterin/dieser Gesellschafter mindestens 20 Stunden pro Woche für die Gesellschaft arbeitet.

Beispiel 2 (Kapitalgesellschaft mit mehreren Gesellschafterinnen oder Gesellschaftern): Herr Schmidt, Frau Peter und Frau Singer haben zusammen eine GmbH, die Fotografie-Dienstleistungen anbietet. Frau Peter hält 50 Prozent der Anteile an der GmbH und arbeitet 39 Stunden pro Woche für die GmbH. Herr Schmidt hält 25 Prozent der Anteile und arbeitet 15 Stunden pro Woche für die GmbH. Frau Singer hält 25 Prozent der Anteile und arbeitet 25 Stunden pro Woche für die GmbH.

Die GmbH ist antragsberechtigt, weil zwei Gesellschafterinnen mindestens 25 Prozent der Anteile halten und zugleich jeweils mehr als 20 Stunden pro Woche. Bei der Berechnung der maximalen Förderung der GmbH werden Frau Peter und Frau Singer, aber nicht Herr Schmidt berücksichtigt, weil Herr Schmidt nicht mindestens 20 Stunden pro Woche für die GmbH arbeitet. Der maximale Förderbetrag von 4.500 Euro wird also mit dem Faktor zwei multipliziert. Die GmbH kann maximal 9.000 Euro Neustarthilfe 2022 erhalten.

  • Spezifische Bedingungen für Genossenschaften
    Eine Genossenschaft ist antragsberechtigt, wenn sie (zusätzlich zu den oben beschriebenen Bedingungen)

    • den überwiegenden Teil ihrer Umsätze (mind. 51 Prozent) aus Tätigkeiten erzielt, die bei einer natürlichen Person als freiberufliche oder gewerbliche Tätigkeit gelten würde,
    • mindestens ein Mitglied mindestens 20 vertraglich vereinbarte Arbeitsstunden pro Woche für die Genossenschaft arbeitet und
    • sie höchstens eine Teilzeitkraft beschäftigt (Nicht-Mitglieder; beschäftigte Mitglieder zählen hierbei nicht), und insgesamt weniger als zehn Vollzeitangestellte (Nicht-Mitglieder und Mitglieder) hat.
Beispiel 3 (Genossenschaft mit mehreren Mitgliedern): Herr Frau Peter, Frau Schmidt, Herr Meyer, Herr Müller und Herr Schulze sind Mitglieder einer eingetragenen Genossenschaft (eG), die eine Zeitung herausbringt. Frau Peter und Frau Schmidt arbeiten beide auf Vollzeitbasis (40 Stunden pro Woche) für die eG. Herr Schulze, Herr Meyer und Herr Müller arbeiten jeweils 15 Stunden pro Woche für die eG. Die eG hat zudem einen Teilzeitmitarbeiter angestellt (< 40 Stunden pro Woche). Die eG kann als juristische Person einen Antrag auf Neustarthilfe 2022 stellen. Die eG ist antragsberechtigt, weil zwei Mitglieder (Frau Peter und Frau Schmidt) jeweils mindestens 20 Stunden pro Woche für die eG arbeiten, die eG weniger als einen Vollzeitangestellten hat, der kein Mitglied ist, und die eG insgesamt weniger als 10 Vollzeitangestellte (Mitglieder und Nicht-Mitglieder) hat. Die Neustarthilfe 2022 wird von der eG beantragt und an diese ausgezahlt.

 

Sonderfall: kurz befristete Beschäftigungen in den Darstellenden Künsten sowie unständig Beschäftigte

Künstlerinnen und Künstler, die nur kurzfristige Engagements und kurz befristete Verträge haben, sind in einer ähnlichen Situation wie Soloselbständige. Denn mit dem Lockdown sind ihre potenziellen Arbeitgeber wie zum Beispiel Theater und Bühnen geschlossen. Deshalb können auch sie bei kurz befristeten Beschäftigungsverhältnissen (bis zu 14 Wochen) in den Darstellenden Künsten (das heißt Tätigkeiten entsprechend der Klassifikation der Berufe der Bundesagentur für Arbeit unter Nr. 94 - „Darstellende und unterhaltende Berufe“ - oder unter Nr. 8234 - „Berufe in der Maskenbildnerei“) Neustarthilfe 2022 beantragen (siehe FAQ).

Auch Personen mit unständigen Beschäftigungsverhältnissen (weniger als eine Woche) aller Branchen können Neustarthilfe 2022 beantragen.

Voraussetzung hierfür ist in beiden Fällen: Die Antragstellenden haben für Januar 2022 kein Arbeitslosen- oder Kurzarbeitergeld bezogen.

Was und wie wird gefördert?

Der Förderzeitraum für die Neustarthilfe 2022 ist Januar bis März 2022. Die Neustarthilfe 2022 beträgt jeweils einmalig 50 Prozent des Referenzumsatzes (der Referenzumsatz ist das Dreifache des durchschnittlichen Monatsumsatzes aus 2019). Sonderregelungen gelten bei geringen Umsätzen oder Einkünften in 2019 durch außergewöhnliche Umstände wie beispielsweise Unterbrechungen der Tätigkeit aufgrund Pflegezeit, Krankheit oder Elternzeit oder für Fälle, in denen die Geschäftstätigkeit zwar vor dem 1. Oktober 2021, aber erst nach dem 1. Januar 2019 aufgenommen wurde, siehe hierzu FAQ 3.3, 6.2 und 6.3). Als Neustarthilfe 2022 ausgezahlt werden jeweils maximal 4.500 Euro für Soloselbständige und Ein-Personen-Kapitalgesellschaften und jeweils maximal 18.000 Euro für Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften und Genossenschaften

Sind die Antragsvoraussetzungen erfüllt, wird die Neustarthilfe 2022 zunächst als Vorschuss ausgezahlt. Erst nach Ablauf des Förderzeitraums wird die Höhe der Neustarthilfe 2022 genau berechnet – und zwar auf Grundlage des endgültig realisierten Umsatzes der Monate Januar bis März 2022. Details zur Endabrechnung werden hier zur Verfügung gestellt.

 

Beispiel 4 (Berechnung Neustarthilfe 2022): Herr Schmidt ist Soloselbständiger und beantragt Neustarthilfe 2022. 2019 verdiente er 24.000 Euro. Als dreimonatiger Referenzumsatz (entspricht dreifachem seines durchschnittlichem Monatsumsatzes in 2019) gelten somit 6.000 Euro. Davon beträgt die Neustarthilfe 2022 50 Prozent, also 3.000 Euro.

 

Generell gilt: Sie können den Vorschuss für die Monate Januar bis März 2022 in voller Höhe behalten, wenn Sie Umsatzeinbußen von 60 Prozent und mehr hatten. Wenn der Umsatz in dem jeweiligen Förderzeitraum um weniger als 60 Prozent gesunken ist, muss ein Teil des entsprechenden Vorschusses zurückgezahlt werden, so dass Neustarthilfe 2022 und Umsatz im Förderzeitraum 90 Prozent des Referenzumsatzes nicht überschreiten. Erst wenn der Umsatzeinbruch in dem jeweiligen Förderzeitraum weniger als zehn Prozent beträgt (das heißt Umsatz im Förderzeitraum entspricht mehr als 90 Prozent des Referenzumsatzes), muss der gesamte Vorschuss zurückgezahlt werden.

Weitere Hinweise zur Berechnungsmethode und zur Erstellung der Endrechnung finden Sie in FAQ 3.4 und 4.8.

 

Beispiel 5 (Berechnung Neustarthilfe 2022 und Rückzahlung): Frau Wagner ist selbständige Yogalehrerin. Sie hat im Jahr 2019 20.000 Euro verdient, der dreimonatige Referenzumsatz beträgt damit 5.000 Euro. Sie kann nach Beantragung der Neustarthilfe 2022 einen Vorschuss in Höhe von 2.500 Euro erhalten.
Wenn sie im Förderzeitraum Januar bis März 2022 Umsätze von 40 Prozent oder weniger des Referenzumsatzes (das heißt 2.000 Euro oder weniger) erzielt, kann sie den Vorschuss von 2.500 Euro in voller Höhe behalten; anderenfalls muss sie die Neustarthilfe 2022 (anteilig) zurückzahlen.
Wenn sie im Förderzeitraum Januar bis März 2022 bspw. Umsätze von 70 Prozent des Referenzumsatzes (das heißt 3.500 Euro) verdient, muss sie 1.500 Euro der als Vorschuss erhaltenen Neustarthilfe 2022 zurückzahlen.
Verdient sie 90 Prozent des Referenzumsatzes (das heißt 4.500 Euro) oder mehr, dann muss sie die gesamte Neustarthilfe 2022 zurückzahlen.

Informationen zur Antragstellung

Natürliche Personen (Soloselbständige mit und ohne Personengesellschaften, kurz befristet Beschäftigte in den Darstellenden Künsten sowie unständig Beschäftigte) können den Antrag direkt unter direktantrag.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de (unter Nutzung des ELSTER Zertifikats) bis zum 30. April 2022 stellen.

Als natürliche Person werden Sie außerdem in Kürze das Wahlrecht erhalten, Ihren Antrag auf Neustarthilfe 2022 mithilfe einer oder eines prüfenden Dritten (ebenfalls bis zum 30. April 2022) zu stellen, zum Beispiel einer Rechtsanwältin oder eines Rechtsanwalts oder einer Steuerberaterin oder eines Steuerberaters.

Wenn Sie hingegen Ihre Tätigkeit über eine Kapitalgesellschaft oder Genossenschaft ausüben und hierfür Neustarthilfe 2022 beantragen wollen, sind Sie verpflichtet, den Antrag über eine prüfende Dritte oder einen prüfenden Dritten bis zum 30. April 2022 zu stellen. Der oder die prüfende Dritte prüft vor Antragstellung die Plausibilität Ihrer Angaben und berät Sie bei Fragen zu den Antragsvoraussetzungen und zum Antragsverfahren.

Informationen zur Antragstellung über prüfende Dritte werden hier eingestellt.

Was ist mit vorherigen Neustarthilfen, der November- und Dezemberhilfe sowie den Überbrückungshilfen?

Generell gilt: wenn Sie für andere Förderzeiträume eine der anderen Corona-Zuschusshilfen erhalten haben, dann können Sie trotzdem Neustarthilfe 2022 beantragen, das heißt eine vorherige Beantragung von

  • Neustarthilfe (Förderzeitraum Januar bis Juni 2021),
  • Neustarthilfe Plus Juli bis Dezember 2021,
  • November- oder Dezemberhilfe (Förderzeitraum November bzw. Dezember 2020),
  • Überbrückungshilfe I (Förderzeitraum April bis August 2020),
  • Überbrückungshilfe II (Förderzeitraum September bis Dezember 2020),
  • Überbrückungshilfe III (Förderzeitraum November 2020 bis Juni 2021) und
  • Überbrückungshilfe III Plus (Förderzeitraum Juli bis Dezember 2021)

ist unproblematisch.

Die Neustarthilfe 2022 kann nicht zusätzlich zur Überbrückungshilfe IV beantragt werden, weil deren Förderzeiträume identisch sind. Wenn Sie die Neustarthilfe 2022 beantragt haben, können Sie aber im Frühsommer 2022 nach Beantragung zur Überbrückungshilfe IV wechseln. Denn in manchen Fällen kann die Überbrückungshilfe IV auch für Soloselbständige (und alle weiteren Antragsberechtigten der Neustarthilfe 2022) mit geringen oder keinen Fixkosten vorteilhafter sein. Umgekehrt soll Soloselbständigen, die nach Beantragung der Überbrückungshilfe IV feststellen, dass sie bei geringen Fixkosten über die Überbrückungshilfe IV weniger Zuschuss als bei der Neustarthilfe 2022 erhalten, die Gelegenheit gegeben werden, zur Neustarthilfe 2022 zu wechseln. Informationen zu diesen Wechselmöglichkeiten erhalten Sie hier und in den FAQ, sobald die Wahlmöglichkeit zur Verfügung steht.

Der Neustarthilfe-Vorschuss kann grundsätzlich mit der Förderung aus dem Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen in Form der Ausfallabsicherung oder dem Sonderfonds des Bundes für Messe und Ausstellungen kombiniert werden. Dabei dürfen Sie dieselben Kosten aber nur bei einem der Förderanträge in Ansatz bringen.

Wie erfolgt die Endabrechnung der Neustarthilfe 2022?

Nach Ablauf des Förderzeitraums sind Direktantragstellende, die die Neustarthilfe 2022 erhalten haben, dazu verpflichtet, bis spätestens 30. Juni 2022 eine Endabrechnung zu erstellen. Die Frist für Endabrechnungen für Anträge, die über prüfende Dritte eingereicht wurden, läuft bis zum 31. Dezember 2022. Die Eckdaten werden denen der Endabrechnung der Neustarthilfe entsprechen. Alle wichtigen Informationen werden rechtzeitig veröffentlicht.

Die Frist und die Konditionen für eine etwaig anfallende Rückzahlung für die Neustarthilfe 2022 werden in den Endbescheiden mitgeteilt.