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Lockerungen der neuen Corona-Verordnung greifen ab 7. Juni

Artikel vom 10.06.2021

Freibad, Außengastronomie, Kultur, Sport dann ohne Corona-Test möglich
 
Die Landesregierung hat angesichts der sinkenden Inzidenzen in vielen Stadt- und Landkreisen von Baden-Württemberg am Donnerstag, 3. Juni 2021, weitere Lockerungen und Erleichterungen in vielen Bereichen beschlossen. Die neuen Regelungen der Corona-Verordnung gelten im Ortenaukreis bereits ab Montag, 7. Juni 2021.
 
Bei dauerhaft niedrigen Infektionszahlen dürfen die Menschen in der Ortenau ab dem 7. Juni wieder ohne Corona-Test beispielsweise in den Biergarten, ins Straßencafé, Freibad oder ins Open-Air-Theater. Auch Feiern im Restaurant und Veranstaltungen im Freien mit deutlich mehr Besuchern sind dann wieder möglich. Voraussetzung ist allerdings, dass die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz in der Region an fünf aufeinander folgenden Tagen unter 35 liegt. Eine entsprechende neue Verordnung, die von Montag an gilt, beschloss die Landesregierung am 3. Juni.
 
Neuer Schwellenwert von 35
Neu in der Corona-Verordnung ist der Schwellenwert von 35. Bislang regelte das Land nur, was passiert, wenn die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen stabil unter 100 oder unter 50 liegt. Diese seit Mitte Mai geltenden Öffnungsstufen wurden zudem erweitert. Vor allem ist Stufe drei nun schneller als bisher erreichbar, nämlich bei fünf aufeinanderfolgenden Tagen mit einer Inzidenz unter 50. Kneipen und Restaurants dürfen in diesem Fall dann bis 1 Uhr nachts öffnen.
 
Das zuständige Landratsamt des Ortenaukreises hat bereits am 31. Mai bekanntgegeben, dass die Sieben-Tage-Inzidenz nach Mitteilung des Robert-Koch-Instituts an fünf aufeinanderfolgenden Tagen im Landkreis unter dem Schwellenwert von 35 liegt. Damit können die neuen Lockerungen direkt am Montag, also zeitgleich mit dem Inkrafttreten der neuen Verordnung, umgesetzt werden.
 
Ab dem Tag muss für den Besuch im Freibad, in der Außengastronomie oder bei Kulturveranstaltungen im Freien kein negatives Testergebnis oder ein Impf- oder Genesenennachweis vorgelegt werden. Möglich sind dann auch wieder Feiern in gastronomischen Einrichtungen mit bis zu 50 Personen, die dazu allerdings alle ein aktuelles negatives Testergebnis oder einen Impf- oder Genesenennachweis mitbringen müssen.
 

Weitere Lockerungen bei stabiler Inzidenz unter 35
Für jeden Besucher einer Messe, Ausstellung oder eines Kongresses muss nur noch mit sieben Quadratmeter Fläche gerechnet werden. Der bisher am weitesten reichende Öffnungsschritt drei sieht zehn Quadratmeter vor. Bei Sport- oder Kulturveranstaltungen im Freien sind bis zu 750 Besucher erlaubt.
 
Wo noch ein negatives Testergebnis vorgelegt werden muss, können Schülerinnen und Schüler dafür künftig generell auch eine Testbescheinigung aus ihrer Schule nutzen. Der dortige Test darf laut neuer Verordnung allerdings nicht mehr als 60 Stunden zurückliegen. Dies macht künftig eine Vielzahl an Tests für die Kinder- und Jugendarbeit von Vereinen überflüssig.
 
Für den Betrieb der Schulen wird es noch eine neue eigene Ressortverordnung geben, teilte das Land mit. Die bisherigen Schulregelungen in der Corona-Verordnung entfallen daher weitgehend.

Quelle: Staatsministerium Baden-Württemberg
Quelle: Staatsministerium Baden-Württemberg

Wesentliche Änderungen im Überblick
Die wesentlichen Änderungen der Corona-Verordnung im Überblick:
 

  • Es erfolgt eine Erweiterung der Öffnungsstufen 1 bis 3. So sind Vortrags- und Informationsveranstaltungen abhängig von der jeweiligen Öffnungsstufe mit 100 Personen im Freien (Stufe 1), 250 Personen im Freien beziehungsweise 100 Personen in geschlossenen Räumen (Stufe 2) sowie 500 Personen im Freien beziehungsweise 250 Personen in geschlossenen Räumen (Stufe 3) vorgesehen.

 
Der organisierte Vereinssport ist nunmehr auch außerhalb von Sportanlagen möglich, wenn die Personenobergrenzen der jeweiligen Öffnungsstufen eingehalten werden. Neben den Wettkampfveranstaltungen des Profi- und Spitzensports sind nun auch solche im Bereich des Amateursports gestattet.
 
Auch der Betrieb von Vergnügungsstätten, Spielhallen, Spielbanken und Wettvermittlungsstellen wird nunmehr in den Öffnungsstufen 2 und 3 unter den dort geltenden Einschränkungen gestattet, dies gilt bereits ab Freitag, 4. Juni 2021.
 

  • Der Eintritt in die Öffnungsstufe 3 der Corona-Verordnung ist bereits bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50 an fünf aufeinander folgenden Tagen möglich, ohne dass die zuvor erforderliche Zeitspanne von 14 Tagen für jede weitere Öffnungsstufe durchlaufen werden muss. Der Betrieb des Gastgewerbes, insbesondere von Schank- und Speisewirtschaften, ist dann bis 1:00 Uhr nachts gestattet.

 

  • Im Rahmen der Inzidenzstufe von 50 gilt für Ansammlungen, private Zusammenkünfte und private Veranstaltungen eine Begrenzung auf maximal zehn Personen aus drei Haushalten. Kinder der jeweiligen Haushalte bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres zählen dabei nicht mit, zusätzlich dürfen bis zu fünf weitere Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres aus beliebig vielen Haushalten hinzukommen.
  • Neue Inzidenzstufe

-          Es wird eine neue Inzidenzstufe 35 eingeführt, die weitere Erleichterungen ermöglicht, wenn der Schwellenwert von 35 (Sieben-Tage-Inzidenz) in den jeweiligen Stadt- und Landkreisen an fünf aufeinander folgenden Tagen unterschritten wird:
 
-          Es entfällt die Pflicht zur Vorlage eines Test-, Impf- oder Genesenennachweises bei den in den Öffnungsstufen 1 bis 3 zulässigen Veranstaltungen, Angeboten und Einrichtungen im Freien, beispielsweise für den Besuch von Freibädern, Außengastronomie, Open-Air-Kulturveranstaltungen et cetra.
 
-          Feiern in gastronomischen Einrichtungen mit bis zu 50 Personen, die einen Test-, Impf- oder Genesenennachweis vorlegen, sind gestattet. Eine Ausnahme gilt für Tanzveranstaltungen.
 
-          Gastronomiebetriebe haben weiterhin die allgemeinen Hygienevorgaben im Rahmen ihrer Hygienekonzepte einzuhalten.
 
-          Der Betrieb von Messe-, Ausstellungs- und Kongresszentren ist mit einer Flächenbegrenzung von sieben Quadratmetern pro Besucherin oder Besucher gestattet.
 
-          Kulturveranstaltungen, Vortrags- und Informationsveranstaltungen, Gremiensitzungen, Veranstaltungen, die der Aufrechterhaltung des Arbeits-, Dienst- oder Geschäftsbetriebs oder der sozialen Fürsorge dienen, sowie Wettkampfveranstaltungen des Amateur-, Profi- und Spitzensports sind im Freien mit bis zu 750 Besucherinnen und Besuchern zulässig.

  • In Stadt- und Landkreisen, in welchen der Schwellenwert der Sieben-Tage-Inzidenz von 50 beziehungsweise 35 bereits an den fünf Tagen vor dem 7. Juni unterschritten war, können die zuvor genannten Öffnungen auch gleich am 7. Juni eintreten. Dies geben dann die zuständigen Gesundheitsämter am 6. Juni bekannt.

 

  • Für Schülerinnen und Schüler ist die Vorlage eines von der Schule bescheinigten negativen Tests, der maximal 60 Stunden zurückliegt, künftig für den Zutritt zu allen zulässigen Angeboten ausreichend.

 

  • Der Betrieb der Schulen wird zukünftig umfassend in einer eigenen Ressortverordnung "Schule" geregelt. Daher wird die bisherige Schulregelung der Corona-Verordnung weitgehend aufgehoben.

Die ab Montag, 7. Juni, geltende Corona-Verordnung des Landes steht im Internet unter www.baden-wuerttemberg.de zur Verfügung.

Dort kann auch eine pdf-Datei der Verordnung heruntergeladen werden: www.baden-wuerttemberg.de/210603_CoronaVO_konsolidierte_Fassung_ab_210607.pdf